FAQ Kategorien

Alle FAQs
Allgemein
Finanzbuchhaltung
Lohnprogramm

Lohnabrechnung mit Stundenlohn - Was ist zu beachten?

Die Lohnabrechnung für Arbeitnehmende im Stundenlohn wirft immer wieder Fragen auf. Wie ist die Lohnabrechnung aufgebaut und was gilt es zu beachten? Im Folgenden möchten wir Ihnen diesbezüglich gerne einige Tipps geben.

Berechnung des Grundlohnes pro Stunde

(Monatslohn x 12) / (52 x Anzahl wöchentliche Arbeitsstunden)
Ein 13. Monatslohn wird bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

Beispiel:
Ein Arbeitnehmer verdient CHF 4400.00 im Monat, erhält einen 13. Monatslohn und hat Anspruch auf fünf Wochen Ferien. Pro Woche arbeitet er 42.50 Stunden. Nach unserer Berechnungsmethode (4400 x 12) / (52 x 42,5) beträgt der Grundlohn pro Stunde: CHF 23.90

Alternative Berechnungsmethode für Mitarbeitende mit einer 5-Tage Woche:
Monatslohn / 21,75 und das Resultat geteilt durch die Anzahl Arbeitsstunden pro Tag.

Untersteht Ihr Unternehmen einem Gesamtarbeitsvertrag ist zu überprüfen, was für eine Berechnungsmethode vereinbart wurde. Es sind diverse Lösungen bekannt, wie zum Beispiel die Teilung des Monatslohnes durch eine definierte Anzahl Monatsstunden.

In der Landwirtschaft ist der Grundlohn pro Stunde in der Regel bestehend aus Bar- und Naturallohn. Angaben über Arbeitszeit, Freizeit und Ferien finden Sie in dem, für Ihren Kanton gültigen, Normalarbeitsvertrag für das landwirtschaftliche Arbeitsverhältnis sowie in der Lohnrichtlinie für familienfremde Arbeitnehmende in der Schweizer Landwirtschaft inkl. landw. Hauswirtschaft.

Ferienentschädigung

Die Ferienentschädigung muss auf der Lohnabrechnung separat ausgewiesen werden. Angaben wie „inklusive Ferien“ reichen nicht aus. Die Ferienentschädigung wird auf Basis des vertraglich vereinbarten Ferienanspruchs berechnet:

Berechnungsbeispiel bei 4 Wochen Ferien:
52 Wochen à 5 Tage = 260 Tage abzüglich 20 Ferientage = 240 Tage
20 Ferientage / 240 Tage x 100 = 8.33 %
Ferienentschädigung bei 4 Wochen Ferien: 8.33%        (Pinus Software   8.333 %)
Ferienentschädigung bei 5 Wochen Ferien: 10.64%      (Pinus Software 10.638 %)
Ferienentschädigung bei 6 Wochen Ferien: 13.04%      (Pinus Software 13.044 %)

Feiertage / Feiertagsentschädigung

Der 1. August ist in der ganzen Schweiz Bundesfeiertag. Er ist den Sonntagen gleichgestellt und zu bezahlen, wenn er auf einen Arbeitstag fällt. BV 110/3; ArG / 20a/1. Die Kantone können höchstens acht weitere Feiertage im Jahr den Sonntagen gleichstellen. (ArG 20a). Die den Sonntagen gleichgestellten Feiertage bewirken, für Arbeitnehmer im Monatslohn, keine Lohnkürzung.
Für die anderen Arbeitnehmer, z.B. Arbeitnehmer im Stundenlohn, sieht das Gesetz keine Lohnfortzahlung oder Entschädigung für die gesetzlichen Feiertage vor. Dies ist vertraglich zu regeln. Es ist üblich, den regelmässig beschäftigten Arbeitnehmern die gesetzlichen Feiertage zu bezahlen. Bei unregelmässigen Arbeitszeiten fügen gewisse Arbeitgeber zum Lohn eine spezielle Entschädigung für die Gesamtheit der Feiertage hinzu (zwischen 2 und 3% des Lohnes), die dann zu gegebener Zeit nicht mehr bezahlt werden. Es ist nicht üblich, den unregelmässig beschäftigten Aushilfspersonen diese Tage zu bezahlen.

Werden von den Kantonen weitere Feiertage festgelegt, sind diese nicht den Sonntagen gemäss Arbeitsgesetz gleichgestellt. D.h. die Folgen (Entlöhnung / Ausgleich usw.) dieser Feiertage werden durch das kantonale Recht geregelt. Weitere Feiertage können auch durch Einzelarbeitsvertrag oder GAV vorgesehen werden. Die Frage der Entlöhnung oder eines allfälligen Ausgleichs wird darin meist geregelt. Der Arbeitgeber kann auch von sich aus weitere Feiertage gewähren. Dafür kann er den Lohn ausrichten oder entsprechende Ausgleichsarbeit anordnen.

Berechnungsbeispiel der Feiertagsentschädigung für 8 Feiertage:
52 Wochen à 5 Tage = 260 Tage abzüglich 8 Feiertage = 252 Tage
8 Feiertage / 252 Tage x 100 = 3.17 % (Zuschlag auf den Grundlohn pro Stunde)

13. Monatslohn

Der 13. Monatslohn ist geschuldet, wenn ein 13. Monatslohn vertraglich vereinbart wurde. Er beträgt 1/12 des Salärs (8.33%) und berechnet sich auf dem Stundenlohn inkl. Ferienentschädigung und inkl. allfälliger Feiertagsentschädigung.

Quellensteuer

Grundsätzlich unterliegen der Quellensteuer nur ausländische Arbeitnehmer ohne Niederlassungsbewilligung, die jedoch in der Schweiz steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt haben. Selbst wenn der Angestellte die Schweiz verlassen hat oder zahlungsunfähig geworden ist, bleibt der Arbeitgeber verpflichtet, die Quellensteuer vom Lohn abzuziehen und an die Steuerbehörde weiterzuleiten.
Achten Sie deshalb unbedingt auf die Anwendung des korrekten Tarifes (A, B, C etc.). In der Regel erhalten Sie vom zuständigen Quellensteueramt eine Tarifeinstufung mit den notwendigen Angaben. Bitte beachten Sie auch, dass der Quellensteuerabzug aufgrund des monatlichen, quellensteuerpflichtigen Bruttoeinkommens variiert.

Im Pinus Lohn können Sie den anzuwendenden Quellensteuertarif (Quellensteuercode) bequem in den Personaldaten hinterlegen. Zudem stellen wir auf unserer Homepage jährlich die neu geltenden Quellensteuertarife der ganzen Schweiz als Datei zum Download bereit. Haben Sie alles korrekt hinterlegt und in den Personaldaten die Quellensteuerberechnung auf „Satz automatisch erfassen“ eingestellt, wird Ihnen der Quellensteuerabzug monatlich automatisch berechnet und auf der Lohnabrechnung erfasst.

Wenn Sie zu all dem Fragen haben, hilft Ihnen gerne unsere Frau Manuela Bleuler weiter. manuela.bleuler@pinus.ch oder unter 052 320 90 30.

Verwandte Themen: